Pokalspiel 2. Runde

SG Reinhardshagen – FSV Wolfhagen

Endstand 2:3

Ersatzgeschwächte SGR bietet Verbandsligist FSV Wolfhagen Paroli

Die Vorbereitung unserer ersten Mannschaft läuft eigentlich sehr gut. Wenn nicht so viele Spieler im Urlaub wären. Janik Ziegler berichtet von > 10 Spielern, die für das Pokalspiel gefehlt haben.

Nicht dabei waren: Braun, Becker, Ziegler, Schuldes, Ganß, Andrecht, Waldeck, Radtke, Bisevac, Genz, Haun, Oschmann, Serdiuk,Gracic, Müller

Doch war man guter Stimmung vor dem Spiel, insbesondere, weil das 4:4 nach 90 Minuten im letzten Jahr Hoffnung bringen sollte und der Fitnessstand stimmte zum jetzigen Zeitpunkt der Vorbereitung.

Unsere Jungs erwischen dabei einen Start nach Maß: Bereits in der 1. Minute brennt es lichterloh im Strafraum der Gäste. Nach einer Ecke entsteht Ping-Pong im Fünfer, Teoman Mustafa steht goldrichtig und drückt den Ball aus dem Hintergrund über die Linie – der perfekte Auftakt.

Nur wenige Minuten später bleibt die SG am Drücker. Lukas ist im Strafraum zu schnell für seinen Gegenspieler, wird klar gelegt und verwandelt den fälligen Strafstoß sicher unten rechts zum 2:0 (6. Minute).

Bis zur 15. Minute hatten wir die Partie so gut wie im Griff, doch dann kommt Wolfhagen danach deutlich besser ins Spiel und drückt uns zunehmend hinten rein. Die Fünferkette steht zunächst stabil, doch der erste tiefe Ball bringt den Anschluss: Herting zieht von links nach innen und schiebt den Ball mit rechts präzise in die lange Ecke – das ging etwas zu schnell. Keeper Koch kommt nicht mehr rechtzeitig runter – ärgerlich. Zuvor hatte Wolfhagen bereits den Pfosten getroffen.

Im weiteren Verlauf bleibt Wolfhagen feldüberlegen, ohne jedoch zwingend zu werden. Wir verteidigen leidenschaftlich, bekommen immer wieder ein Bein dazwischen oder profitiert von ungenauen Abschlüssen der Gäste, insbesondere die Kette Munk, Marino und Ritter (spielten so zum ersten Mal zusammen), machten ihre Aufgabe sehr gut. Koch hatte erstaunlich wenig zu tun.

Kurz vor der Pause dann der Rückschlag: Wieder ein Ball in die Schnittstelle, diesmal ist Schmacke zentral frei und schiebt zum 2:2 ein. Direkt danach hat die SG noch eine große Möglichkeit zur erneuten Führung: Jan Paar kommt nach starker Vorbereitung von Louis Matokovic zum Abschluss, doch der abgefälschte Ball bringt nur eine Ecke ein – ohne Ertrag.

Nach dem Seitenwechsel bleibt das Bild ähnlich: Wolfhagen mit mehr Ballbesitz, aber ohne große Durchschlagskraft. Wir verteidigen kompakt, haben jedoch kaum Entlastung nach vorne.

In der 59. Minute wird ein Ballverlust im Vorwärtsgang teuer. Wolfhagen schaltet schnell, Schmacke enteilt Munk und Koch und hebt den Ball über den Keeper hinweg zum 2:3.

Nur eine Minute später wird es hektisch: Klemm sieht Gelb, Suntrup beschwert sich – ebenfalls Gelb. Er beschwert sich weiter und bekommt direkt Gelb-Rot. Eine harte Entscheidung, von außen nicht bewertbar, was für Worte gefallen sind. Damit keimt wieder Hoffnung bei uns auf, das Spiel noch zu drehen. Tatsächlich wird die Partie ausgeglichener, obwohl wir einer mehr waren, wenngleich die ganz großen Chancen fehlen.

Die beste Gelegenheit entsteht nach einem scharf getretenen Salomon-Freistoß von rechts, der flach durch den Fünfer rauscht – doch niemand drückt den Ball über die Linie – da fehlte nicht viel.

In der Schlussphase fehlen uns dann leider die frischen Kräfte, Wolfhagen verteidigt clever und lässt kaum kontrollierte Angriffe zu.

Nach 90 Minuten geht der Sieg leicht verdient an Wolfhagen, doch die SG Reinhardshagen war deutlich näher dran, als es der Gast vermutlich erwartet hatte – wären ein paar Spieler mehr dagewesen zum Durchwechseln, wäre das vielleicht anders ausgegangen. Damit endet unser Gang im Pokal – unsere Reserve bleibt weiter im Turnier.

Statistik:

  • Tore: 1:0 Teoman Mustafa (1.), 2:0 Lukas Salomon (6.). 2:1 Herting (15.), 2:2 Schmacke (44.), 2:3 Schmacke (59.)
  • Besondere Vorkommnisse: gelb/rot Suntrup 60. Minute

Es spielten von Anfang an: N. Koch, M. Hamel, D. Munk C. Ritter, G. Marino, A. Paar,  T. Mustafa,  N. Klemm, L. Matokovic, J. Paar

Von der Bank: D. Rickmann, J. Umbach