Dieses Mal kein Happy-End in Großenritte! Aber 5:2 Niederlage deutlich zu hoch!

Womöglich ist der Gastgeber der einzige Verein, der es nicht erlaubt seine Veo-Cam mitzubringen und für eigene Spielhighlights zu verwenden. Womöglich ist das Spionagerisiko in Kassel und Umgebung zu heiß – also es wird kein Video zu dem Spiel für unsere Fans geben. Wir hoffen natürlich, dass dies eine einmalige Sache war, zu teuer ist eine solche Lizenz – schade!

Aber gehen wir rein ins Spiel. Die Gastgeber übernahmen früh die Spielkontrolle, während die Jungs zunächst Schwierigkeiten hatte, auf dem nassen Boden und im hohen Rasen die nötige Genauigkeit ins eigene Offensivspiel zu bringen. Bereits nach wenigen Minuten sorgte ein Ball aus dem Halbfeld für die erste Annäherung des GSV, doch der Abschluss von El Hamiri blieb harmlos (4.).

Auch in der Folge wirkte Baunatal zunächst gefährlicher. Nach einem unsauberen Spielaufbau der SGR hätte es in der 14. Minute beinahe gebrannt, doch die Situation konnte noch entschärft werden. Drei Minuten später hatte Reinhardshagen etwas Glück, als die Gastgeber (Rinas) aus zentraler Position knapp am linken Pfosten vorbeischossen.

Spätestens in der 24. Minute hätte die Eintracht dann eigentlich in Führung gehen müssen. Nach einem tiefen Ball lief El Hammiri frei auf SG-Schlussmann Marius Becker zu, setzte seinen Abschluss jedoch deutlich über das Tor.

Mit zunehmender Spielzeit fand Reinhardshagen immer besser in die Begegnung und setzte selbst gefährliche Nadelstiche. Die größte Chance der ersten Halbzeit gehörte dabei den Gästen: Über Sören Schuldes und Mirko Hameln gelangte der Ball zu Andre Paar, der im Zentrum auf Jan Paarquerlegte. Ein noch folgender Querpass auf Lukas Salomon wurde von Krössin mit einer herausragenden Parade aus kürzester Distanz entschärft (28.).

In einer offenen Phase ging es danach hin und her. Teo Mustafa sorgte mit einem gefährlichen Freistoß für Gefahr (31.), wenig später konnte ein scharfer Querpass von J. Ziegler nur mit Mühe geklärt werden (32.). Auf der Gegenseite blieb aber auch Baunatal stets gefährlich. El Hammiri verzog erneut knapp (35.), ehe eine Minute später ein GSV-Kopfball  von Nennhuber nach einer Ecke nur knapp über das Tor strich.

Gerade als die SG zunehmend besser ins Spiel fand und sich die Partie auf Augenhöhe bewegte, fiel kurz vor der Pause die Führung für die Gastgeber. Nach einer Flanke auf den langen Pfosten konnte Baunatal den Ball noch einmal in die Mitte bringen. Dabei sprang das Spielgerät unglücklich von Dominik Munk direkt in den Lauf von S. Rinas, der die unverhoffte Vorlage aus rund zehn Metern zum 1:0 nutzen konnte (1:0, S. Rinas, 43.).

Doch auch die Antwort der SG ließ nicht lange auf sich warten. Kurz vor dem Halbzeitpfiff leitete Teo Mustafa die nächste Großchance ein. Nach einer Hereingabe auf Lukas Salomon gab es Ecke, welche André Paar aus kurzer Distanz neben das Tor köpfte (44.).

Halbzeitfazit: Ein sehr knappes Ergebnis zur Halbzeit! Während wir die 15 Minuten vor der Halbzeit die bessere Mannschaft wurden, fangen wir uns das Gegentor – doch der Auftritt macht Mut für die zweite Halbzeit!

Nach einer unglücklichen ersten Halbzeit und dem 0:1-Pausenrückstand kehrten wir unverändert auf den Platz zurück. Die Hoffnungen auf eine schnelle Antwort wurden zunächst ausgebremst. Bereits in der 50. Minute setzte die Eintracht ein weiteres Ausrufezeichen, als die R. Rinas aus dem Rückraum abzog und den Ball nur knapp rechts am Tor vorbeisetzte.

Zwei Minuten später hatte die SG Glück, als ein kurioser Kopfball nach einer Ecke am Pfosten landete. Zwar fehlte dem Abschluss der Druck, dennoch war dies ein weiterer Warnschuss der Gastgeber. Folgerichtig fiel in der 55. Minute das 2:0. Nach einer Flanke über die Außenbahn verlor die SG gleich mehrere wichtige Zweikämpfe. Am langen Pfosten köpfte ein Baunataler den Ball an die Schulter von Waldeck, von dort sprang das Spielgerät unglücklich ins kurze Eck. Eine vermeidbare, aber sinnbildliche Szene für diese Spielphase (2:0,  R. Rinas, 55.).

Wirklich besser wurde es zunächst nicht. In der 63. Minute setzte Baunatal den nächsten Nadelstich. Nach einem missglückten Pressingversuch von uns nutzten die Gastgeber die offenen Räume auf der linken Defensivseite – Über einen GSV-Einfwurf und einem langen Ball landete die Flanke am langen Pfosten beim freien Waider, der den Ball eher stolpernd als kontrolliert in die lange Ecke bugsierte (3:0 Waider, 63.)

Trainerseitig reagierte die SG und brachte mit Linus Müller und Marino frische Kräfte. Teo Mustafa und Gragic verließen das Feld. Die Wechsel zeigten Wirkung. Wir wurden mutiger, aktiver und setzte die Gastgeber nun deutlich stärker unter Druck.

In der 70. Minute bot sich die große Gelegenheit zum Anschlusstreffer. Nach schönem Zusammenspiel über Jan Paar und Marino kam Lukas Salomon zum Abschluss, doch der GSV-Keeper Krössin lenkte den Ball mit einer starken Reaktion noch um den Pfosten.

Nur zwei Minuten später fiel dann aber doch das verdiente 3:1. Ziegler brachte eine Ecke punktgenau in die Mitte, wo Jan Paar entschlossen reinging und einköpfte (3:1, Jan paar, 72.).

Wir blieben am Drücker, doch genau in dieser Phase kassierten wir den nächsten Nackenschlag. Ein folgenschweres Missverständnis in unserer ganzen Hintermannschaft ermöglichte einem Baunataler Angreifer den freien Weg zum leeren Tor. Das 4:1 war völlig unnötig und stellte den bisherigen Spielverlauf nach der Aufholjagd auf den Kopf (4:1, Waider,  75.).

Dennoch gab sich die SG nicht auf. Zunächst scheiterte André Paar nach einem langen Ball von Dominik Munk mit einem Kopfball an einer Glanzparade des Torhüters. Die anschließende Ecke von  Ziegler brachte schließlich den nächsten Erfolg. Erneut war Andre Paar zur Stelle und köpfte diesmal zum 4:2 ein (4:2, Andre Paar, 78.).

Danach begann die vielleicht stärkste Phase von uns. Wir waren dem dritten Treffer mehrfach näher als Baunatal dem fünften. Zunächst ließ der GSV-Keeper einen Ball fallen, doch Jan Paar setzte den dann schweren Nachschuss über das leere Tor. Kurz darauf klärte Sören Schuldes auf der Gegenseite in höchster Not einen Querpass – was eine Grätsche!

Die Chancen zum 4:3 häuften sich nun aber. In der 85. Minute spielte Jan Paar einen Ball auf Lukas Salomon, der jedoch nicht entscheidend verwertet werden konnte. Wenig später hatte Salomon selbst die Riesengelegenheit, nachdem er bereits ab der Mittellinie frei auf den Torwart zulief. Doch auch diesmal blieb der Keeper Sieger – das muss das 4:3 sein! In der 87. Minute folgten ein Seitfallzieher von Salomon und ein Nachschuss von Ziegler, die ebenfalls nicht den Weg ins Tor fanden.

Selbst in der Schlussminute wollte der dritte Treffer nicht fallen. Sören Schuldes zog aus rund 25 Metern sehenswert auf das linke Eck ab, doch erneut reagierte der GSV-Schlussmann stark.

Als die SG in der Nachspielzeit alles nach vorne warf, ergaben sich zwangsläufig Räume. Diese nutzten die Gastgeber in der 90.+4 Minute konsequent aus und spielten eine Überzahlsituation zum 5:2-Endstand aus (5:2, Waider, 90+4).

Fazit: Knapp 35 Minuten druckvollen Offensivfußball gegen den GSV reichen nicht, um etwas mitzunehmen. Am Ende legen wir uns nach unglücklichen Aktionen den Ball selbst rein und machen vorne einige Chancen nicht, was die Niederlage gerechtfertigt – eine Vorführung war es bei Weitem nicht, wenn man das Ergebnis sieht.

Das nächste Spiel ist am Sonntag, den 20.09 um 15:00 Uhr zu Hause in Veckerhagen gegen Kaufungen 07 – auch hier gab es die letzten Jahr immer enge Duelle.

Statistik:

  • Tore: 1:0 S. Rinas (41.), 2:0 R. Rinas (55.), 3:0 Waider (63.), 3:1 J. Paar (72.), 4:1 Waider (75.), 4:2 A. Paar (78.), 5:2 Waider (90+4)
  • Besondere Vorkommnisse: –

Es spielten von Anfang an: M. Becker, M. Hamel, D. Munk, S. Schuldes, D. Waldeck, A. Gracic, T. Mustafa, J. Ziegler, A. Paar, J. Paar, L. Salomon

Von der Bank: J. Braun, L. Müller, J. Oschmann, M. Serdiuk, G. Marino